Klick dich fit · Modul 08 · Für Sie und Ihre Angehörigen

Das Lebensende planen —
damit Ihre Wünsche
respektiert werden.

Ein praktischer Leitfaden für wichtige Entscheidungen im letzten Lebensabschnitt. Menschlich, klar, Schritt für Schritt.

10Kapitel
2Bonus-Vorlagen
CHF 39einmalig
Pastorbegleitet
Warum dieses Modul wichtig ist

«Niemand spricht gerne über Krankheit, Sterben und Tod. Und doch: Wer wichtige Dinge rechtzeitig regelt, tut sich selbst und seiner Familie das Grösste, das ein Mensch tun kann.»

Kontrollebehalten
Familieentlasten
Konfliktevermeiden
Klarheitschaffen
Inhaltsverzeichnis

Was Sie in diesem Ratgeber erwartet

Kapitel 1 und 2 sind kostenlos. Für den vollständigen Ratgeber inkl. Notfallblatt, Abschiedsmappe und Quiz einmalig CHF 39 — dauerhafter Zugang, kein Abo.

01
Kapitel Eins · Kostenlos

Was möchte ich für meine letzte Lebensphase?

Ältere Person sitzt nachdenklich am Fenster

Bevor man irgendetwas regelt, braucht es eine ruhige Stunde mit sich selbst. Was wünsche ich mir wirklich? Was ist mir wichtig? Was macht mir Angst?

Das Lebensende zu planen ist kein Akt der Kapitulation — es ist ein Akt der Selbstbestimmung. Wer seine Wünsche kennt und festhält, nimmt das Heft in die Hand, bevor die Umstände es tun. Das ist eine Form von Würde.

Als Pastor begleite ich Menschen in dieser Phase seit vielen Jahren. Was ich immer wieder erlebe: Die grösste Erleichterung kommt nicht davon, dass alles perfekt geregelt ist — sondern davon, dass man angefangen hat. Dass man die Stille ausgehalten und die Fragen gestellt hat.

Fragen die sich lohnen

  • Wo möchte ich wohnen, wenn ich Pflege brauche? — Zu Hause, in einem Heim, bei der Familie?
  • Wie wichtig ist mir Selbständigkeit? — Was wäre ein würdiges Leben, und was wäre es nicht mehr?
  • Welche Unterstützung wünsche ich mir? — Medizinisch, menschlich, spirituell?
  • Wer soll Entscheidungen treffen, wenn ich es nicht mehr kann? — Und weiss diese Person, was ich mir wünsche?
  • Welche Werte sollen mich bis zuletzt begleiten? — Was darf nicht verloren gehen?
  • Was möchte ich noch tun, sagen, erleben? — Was ist unfertig, was wartet noch?
Kein richtiges Tempo

Es gibt kein Richtig oder Falsch beim Tempo. Manche Menschen brauchen Jahre, um sich mit diesen Fragen anzufreunden. Andere regeln alles an einem Nachmittag. Beides ist gut. Das Einzige was nicht gut ist: gar nicht anfangen.

Aus einem Seelsorgegespräch

«Ich habe meiner Tochter nie gesagt, was ich mir für meine Beerdigung wünsche — weil ich dachte, das sei morbide. Als wir dann endlich darüber gesprochen haben, hat sie geweint und gesagt: 'Mama, ich bin so froh dass ich das jetzt weiss.' Das war ein Geschenk für uns beide.»

Frühzeitig ist besser als rechtzeitig

Wer wartet, bis er krank ist, hat weniger Energie, weniger Klarheit, weniger Zeit. Diese Fragen sind am besten in Gesundheit zu stellen — wenn man die Kraft hat, ehrlich zu antworten und die Antworten aufzuschreiben.

02
Kapitel Zwei · Kostenlos

Patientenverfügung — was ist das und wie erstelle ich sie?

Person schreibt wichtige Dokumente

Die Patientenverfügung ist das wichtigste Dokument das Sie je schreiben können. Sie spricht für Sie, wenn Sie selbst keine Stimme mehr haben.

In der Schweiz ist die Patientenverfügung gesetzlich verankert (Zivilgesetzbuch Art. 370). Sie hält fest, welche medizinischen Massnahmen Sie im Falle von Urteilsunfähigkeit wünschen — und welche Sie ablehnen. Ärzte und Spitäler sind verpflichtet, sie zu berücksichtigen.

Was steht in einer Patientenverfügung?

  • Behandlungswünsche: Welche medizinischen Massnahmen ja — welche nein? (Beatmung, Reanimation, künstliche Ernährung)
  • Schmerzbehandlung: Wünschen Sie eine starke Schmerzlinderung, auch wenn sie das Leben verkürzen könnte?
  • Vertretungsperson: Wer darf für Sie sprechen, wenn Sie es nicht können?
  • Persönliche Werte: Was ist Ihnen im Leben wichtig — was soll bis zuletzt erhalten bleiben?
  • Aufbewahrungshinweis: Wo liegt das Dokument — und wer weiss davon?

So erstellen Sie eine Patientenverfügung

  • Schritt 1: Vorlage herunterladen — kostenlos bei FMH (Schweizerische Ärztegesellschaft) oder Pro Senectute
  • Schritt 2: Dokument in Ruhe ausfüllen — handschriftlich oder am Computer, beides ist gültig
  • Schritt 3: Datum und eigenhändige Unterschrift nicht vergessen — ohne Unterschrift ist das Dokument ungültig
  • Schritt 4: Kopie an Hausarzt, Vertrauensperson und ggf. an das Spital geben
  • Schritt 5: Im Portemonnaie einen Hinweis aufbewahren: «Patientenverfügung vorhanden — liegt bei [Name], [Ort]»
Kostenlose Vorlagen Schweiz

FMH Patientenverfügung: fmh.ch/patientenverfuegung — offizielles Formular der Schweizer Ärztegesellschaft
Pro Senectute Vorlage: prosenectute.ch — einfache, verständliche Version
Krebsliga: krebsliga.ch — mit Begleitung durch Diagnose

Regelmässig aktualisieren

Eine Patientenverfügung sollte alle 2–3 Jahre oder nach einer grösseren Gesundheitsveränderung aktualisiert werden. Das aktuelle Datum zeigt, dass das Dokument Ihrem heutigen Willen entspricht. Ein altes Datum kann zu Unsicherheiten führen.

03
Kapitel Drei · Vollzugang

Vorsorgeauftrag — wer entscheidet, wenn ich es nicht kann?

Wenn Sie urteilsunfähig werden, übernimmt jemand Ihre Finanzen, Ihren Mietvertrag, Ihre Versicherungen. Wenn Sie nicht vorsorgen, bestimmt das Gesetz — und nicht Sie — wer das ist.

Der Vorsorgeauftrag ist das juristische Pendant zur Patientenverfügung. Während die Patientenverfügung medizinische Fragen regelt, regelt der Vorsorgeauftrag alles andere: Finanzen, Behörden, persönliche Angelegenheiten.

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Weiterlesen mit Vollzugang

Kapitel 3 bis 10, Notfallblatt, Abschiedsmappe und Quiz sind im vollständigen Ratgeber enthalten. Einmalige Zahlung — dauerhafter Zugang, kein Abo.

CHF 39
einmalig · Zugang nach Zahlungseingang

TWINT · Kreditkarte · Rechnung  ·  Zahlungsabwicklung via Payrexx 🔒

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Josua Eugster
Josua Eugster
Pastor · Seelsorger · Gründer Klick dich fit

Dieses Modul liegt mir am nächsten. Als Pastor begleite ich Menschen am Ende ihres Lebens — und die grösste Last, die ich bei Angehörigen erlebe, sind ungeregelte Dinge und ungesprochene Worte. Dieser Ratgeber ist ein Versuch, das zu ändern. Nicht aus Angst heraus — sondern aus Liebe.